Carole Flury

   
     

 

 

 

Carole Flury

 
ist eine der herausragendsten Thaibox-Hoffnungen der Schweiz. Sie ist eine Ausnahmeathletin, die sichdurch ihr hartes Training, ihre Professionalität und ihren eisernen Willen von Erfolg zu Erfolg kämpft. Auch im Ausland ist sie kein unbeschriebenes Blatt. Sie bestritt Kämpfe in Frankreich, Thailand, Deutschland und Italien. Diese Kampfsport-Karriere steht erst am Anfang. Hoffen wir auf eine Zukunft mit vielen weiteren Erfolgen…
 

Carole Flury fing im Jahre 2000 bei Rohy Batliwala an zu trainieren. Heute hat sie 18 Kämpfe bestritten in Thaiboxen, Kickboxen und Boxen, wovon sie 15 gewonnen hat. Sie ist unter anderem dreifache Schweizermeisterin im Thaiboxen (S.M.T.V). Im 2003 gewann sie den Schweizermeister Titel im Kickboxen (WAKO). Sie zählt zu den grossen Schweizer Hoffnungen im allen drei Disziplinen. Ihre Ziele für das Jahr 2004 sind die Teilnahme an den Amateur Box Europameisterschaften in Mailand und ein Europameistertitel im Thaiboxen. Am 22. Mai 2004 kämpfte sie mit Erfolg als erste Frau an der Superleague-Veranstaltung in Winterthur und im Swiss K-1 Basel am18. September 2004.

In St.Gallen am 13.November 2004 gewinnt sie durch KO den Europameistertitel im Thaiboxen (WFC)

 

 
 
Dr. Eisenfaust Carole Flury.
06. November 2005 Carole wird Schweizermeisterin im Boxen
 

Carole Flury, Wirtschaftsprüferin, lic.oec.HSG boxt sich durch. Mit Erfolg: 3-fache Schweizermeisterin (02-04) Thaiboxen SMTV, Schweizermeisterin Kickboxen WAKO Pro, Europameisterin WFC 2004 und seit Sonntag 06. November Box-Schweizermeisterin im Federgewicht.

St. Gallerin Flury ist Boxmeisterin

Am Wochenende hat sich Carole Flury in Baden nach ganz oben geboxt: Die HSG-Absolventin holte den Schweizermeister-Titel im Federgewicht.

Sie ist 172 Zentimeter gross, 54 Kilo schwer und hat Muskeln wie Stahl. Die 28-jährige Carole Flury aus Werdenberg wurde schon Europameisterin im Thai- und Schweizermeisterin im Kickboxen.

Und am Wochenende hat sie in Baden ihren bisher grössten Triumph im Boxen gefeiert: Sie wurde Schweizermeisterin im Federgewicht. Einfach war das nicht: Ihre Gegnerinnen Sandra Matzinger (25) und Regula Höltschi (23) hatten deutlich mehr Erfahrung. Trotzdem entschied Carole Flury Halbfinal und Final mit je 5:0 Richterstimmen klar für sich.

«Es waren ebenbürtige Gegnerinnen, Caroles Vorteil ist ihr brutaler Wille», sagt ihr Trainer und Partner Rohy Batliwala. Carole Flury boxt schon seit fast sechs Jahren und hatte von Anfang an Erfolg. «Ich gewann gleich meinen ersten Kampf – da hat es mich gepackt», sagt sie.

Trotz ihrem brachialen Hobby hat Flury Köpfchen: Sie hat ein HSG-Diplom und bildet sich zur Wirtschaftsprüferin weiter. Daneben trainiert sie täglich mindestens zwei Stunden. Nicht allen gefalle ihr gestählter Körper, so Flury, und viele glaubten, sie mache Bodybuilding. Aber: «Mein Partner findet meine Muskeln schön.»


Annette Hirschberg
 

Carole Flury gewinnt im Bangla Stadium



Carole Flury: Gewinnerin des Süd-Thailändischen Titel

Carole Flury hat sich zwei Wochen lang in einem Trainingscamp in Phuket (Thailand) für den WM-Kampf am Swissbudo Masters / Masters Fight Night in Winterthur vorbereitet. Als Abschluss des 14-tägigen Intensivtrainings konnte Carole am 10. Januar 2006 gegen die amtierende süd-thailändische Meistetrin Nong-Ann um den Titel kämpfen.

Der Kampf fand unter vollen Muay-Thai-Regeln mit Knie- und Ellebogentechniken zum Kopf statt. Nach einer harten und ausgeglichenen ersten Runde, setzte Carole Flury sich in der zweiten Runde mit zwei hart geschlagenen Faust-schlägen und einem Kniestoss in die Niere durch, so dass Nong Ann das erste Mal angezählt werden musste.

Carole witterte ihre Chance und griff nun ununterbrochen an. Nach einer Faustserie gefolgt von einem knallharten Kick in den Magen, ging Nong-Ann das zweite Mal zu Boden und konnte sich nicht mehr rechtzeitig erholen und wurde ausgezählt. Somit gewann Carole Flury den süd-thailändischen Titel durch K.O. in der zweiten Runde.

 
St. Galler Tagblatt Sport | Freitag, 9. November 2001   St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 13. November 2001 
     

Schweizer Meisterschaften im Thai-Boxen

Morgen Samstag finden in der Alten Kreuzbleiche in St. Gallen ab 20 Uhr die Schweizer Meisterschaften im Thai-Boxen statt. Höhepunkt ist der Frauen-Kampf.

Drei nationale Titelkämpfe stehen morgen Samstag in der Alten Kreuzbleiche auf dem Programm. Vorerst ermitteln die Männer in zwei Gewichtsklassen ihre Schweizer Meister und als Höhepunkt der Veranstaltung trifft die 25-jährige Carol Flury gegen 22.30 Uhr auf die Deutsche Meisterin im Fullcontact-Karate. Die Hoffnungen von Organisator Franco Manzan ruhen auf Carol Flury. Die Baslerin studiert an der Universität in St. Gallen Wirtschaft und trainiert in Manzans Schule, der Arena Thai Gym. «Die Begegnung zwischen den beiden Frauen wird sicherlich zu einem Höhepunkt», ist Franco Manzan überzeugt. Flurys erklärtes Ziel ist der Schweizer-Meister-Titel.
Das Showprogramm bestreitet Guido Kessler, der weltbeste Nunchaku-Kämpfer.Thai-Boxen stammt aus Thailand und ist dort äusserst populär. Der Unterschied zwischen Thai- und Kickboxen besteht bei den Kampfregeln. Im Thaiboxen dürfen die Sportlerinnen und Sportler mit den Ellbogen und Schienbeinen zuschlagen beziehungsweise treten, was im Kickboxen verboten ist.pl


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Erster Meistertitel für Carole Flury

Die Thai-Box-Gala in St.Gallen war sportlich ein Erfolg

Bereits zum vierten Mal wurde in St. Gallen eine «Fightnight» im Thai-Boxen organisiert. Der Höhepunkt des Abends war der Kampf um den Schweizer-Meister-Titel bei den Frauen.

Roger Ackermann

Nein, vom Kick-Boxen scheint Gianfranco Manzan nicht viel zu halten. So jedenfalls ist seine eher abschätzige Mimik zu deuten, als er während der vierten Thai-Box-Gala in St. Gallen, auch als «Fightnight» bezeichnet, auf den Unterschied zum Thai-Boxen angesprochen wird. «Kick-Boxen ist ein entschärftes Derivat des Thai-Boxens», startet der Organisator der Gala und Besitzer des Arena Gyms in Rorschach einen Erklärungsversuch. «Beim Thai-Boxen gibt es keine Schoner und auch Schläge mit dem Knie an den Kopf sind erlaubt. Deshalb ist es auch die härteste Kampf sportart.»

Fachkundiges Publikum

Die insgesamt zwölf Kämpfe an diesem Abend unterstreichen die Worte Manzans. Im hell beleuchteten Ring in der alten Kreuzbleichehalle gab es für keinen der Kämpfer eine Schonfrist. Unerbittlich wurde dort auf den Gegner eingeschlagen und im Gegenzug mussten selber zahlreiche Treffer eingesteckt werden. Zum grossen Vergnügen des fachkundigen Publikums, welches die Kämpfer lautstark anfeuerte und bei jeder gelungenen Aktion seines Lieblings in Jubel ausbrach. Die Höhepunkte des Abends waren die drei Kämpfe um den Schweizer-Meister-Titel des Schweizeri schen Muay Thai Verbandes. Vor allem der Kampf zwischen Carole Flury und der Deutschen Felicitas Himmelsbach wurde mit Spannung erwartet. Mangels nationaler Konkurrenz war die Weltmeisterschafts-Zweite im Fullcontact-Karate zum Titelkampf gegen Flury eingeladen worden. Eine Chance hatte sie keine. Obwohl vor dem Kampf sehr nervös und unsicher, liess Carole Flury ihrer Gegnerin keine Chance und dominierte sie in allen fünf Runden praktisch nach Belieben. Mit einem deutlichen 3:0-Sieg errang die 25-jährige Studentin schliesslich ihren ersten nationalen Titel.

Zwei «Andy-Kicks»

Kein Titelkampf aber dennoch ein Höhepunkt war der Kampf von Mitat Tahirsylai gegen den Holländer Michael Polana, mit 105 Kilo der schwerste Kämpfer des Abends. Der zehn Kilogramm leichtere Tahirsylai, gebürtiger Kosovo-Albaner und Mitglied im «Team Andy», liess sich vom forschen Tempo seines Gegners nicht irritieren und konterte geschickt mit gezielten Schlägen. Als Mitat Tahirsylai in der zweiten Runde schliesslich zwei, der durch Andy Hug berühmt gewordenen Kicks auf die Schultern des Holländers niederschnellen liess, war dieser bereits stark angeschlagen. Eine schnelle Kombination mit den Fäusten bedeutete schliesslich das K.O. für Michael Polana.Der Halbprofi Tahirsylai wird bald nur noch vom Sport leben, denn nach dem Sieg am Samstag fehlt ihm nur noch ein Erfolg, um ins Profilager zu wechseln. Aber auch mit seinem Sieg an der St. Galler Thai-Box-Gala verdiente der Kämpfer ein wenig. «Für einen Sieg bei den Amateuren gibt es schon zwei- bis dreihundert Franken. Bei den Halbprofis können es dann auch mehrere tausend Franken sein», nannte Organisator Gianfranco Manzan die möglichen Preissummen.
 

St. Galler Tagblatt Sport | Freitag, 19. März 2004

St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 23. März 2004
     

«Eine komplette Kämpferin»

Die Thaiboxerin Carole Flury bestreitet seit vergangenem Jahr auch Boxkämpfe

kampfsport. Mit grossem Ehrgeiz und viel Willenskraft hat sich Carole Flury bereits einige Titel erarbeitet. Morgen Samstag steht die mehrfache Schweizer Meisterin im Thai- und Kickboxen an der Fight Night in St. Gallen im Ring.

sabrina dünnenberger

«Sie sieht harmlos aus», Carole Flury deutet auf das Bild von Petra Buchberger, ihrer Gegnerin an der Fight Night von morgen Abend. Viel mehr weiss die 27-Jährige nicht über die Ungarin. Vom Aussehen darf sich Flury jedoch nicht täuschen lassen. Denn auch sie selbst wirkt nicht bedrohlich. Ihr herzliches Lachen unterstreicht diesen Eindruck. Wenn sie aber in den Ring steigt, dann meist mit Erfolg. 2001 wurde Flury erstmals Schweizer Meisterin im Thaiboxen, gewann den Titel 2002 und 2003 erneut und holte im vergangenen Jahr den Schweizer-Meister-Titel im Kickboxen.

Carole Flury ist eine der besten Thaiboxerinnen in der Schweiz und hat sich auch in Europa einen Namen gemacht. Mit dem Training hat die gebürtige Baslerin begonnen, als sie vor rund drei Jahren ihr Studium in St. Gallen aufgenommen hat. Zuvor übte sie andere Kampfsportarten wie Judo, Karate und Jiu Jitsu aus. Ihren ersten Kampf hat sie 2000 in Frankreich nach lediglich drei Monaten Training bestritten - und gewonnen. «Ich trat damals nur als Ersatz für eine ausgefallene Kämpferin an. Die Stimmung in der Halle und der Sieg spornten mich an, weitere Wettkämpfe zu bestreiten», sagt Flury. Der Durchbruch im europäischen Thaibox-Feld gelang Flury 2002. Sie siegte zweimal gegen Silvia Valicelli, die italienische Vorzeige-Kämpferin. «Vor allem der zweite Kampf in Rimini war bedeutend. Damals hatte ich nur drei Stunden geschlafen, weil wir im Stau gestanden hatten», erinnert sich Flury.

Männlicher Sparringpartner

Mittlerweile lebt Carole Flury im Rheintal, arbeitet im Fürstentum Liechtenstein als Wirtschaftsprüferin und trainiert im Wing Thai Gym Buchs - vorwiegend mit männlichen Kollegen. Ihr Sparringpartner ist Sok Kosol, der am Samstag ebenfalls kämpfen wird. Frauen zum Sparring zu finden ist schwierig; Kosol, der sonst in Rorschach trainiert, ist etwa gleich schwer. Trainer Rohy Batliwala attestiert der Kämpferin Willensstärke. «Sie ist eine ausgeglichene, komplette Athletin», sagt er. Daran arbeitet sie hart. Flury trainiert täglich von Montag bis Samstag, vor Wettkämpfen gar zweimal pro Tag.

Ziel Profikämpfe

Seit dem vergangenen Jahr bestreitet Flury auch Boxkämpfe. Hier sieht ihre Bilanz - noch - nicht so positiv aus. Erst vor wenigen Wochen bezog sie gegen die Schweizer Nachwuchshoffnung Dina Burger ihre zweite Niederlage. Sie ist überzeugt, dass sie die erst 15- Jährige besiegen kann. «Auch aufgrund ihres Alters habe ich sie wohl unterschätzt.» Flury konzentriert sich vermehrt aufs Boxen, ein Ziel in diesem Jahr sind die Europameisterschaften im Amateurboxen. «Wenn ich einige Titel bei den Amateurinnen gewinnen kann, wird vielleicht ein Profikampf möglich», sagt Flury. Eine Lieblingsgegnerin hat sie bereits im Auge: Regina Halmich. Die Deutsche gehört zu den wenigen Frauen, welche vom Boxsport leben können. «Diese Entwicklung ist erfreulich, vielleicht wird es auch in der Schweiz irgendwann möglich, als Frau Boxprofi zu sein», sagt Batliwala. Hierzulande ist es gar für Männer fast unmöglich, den Profistatus zu erreichen, Sponsoring in Kampfsportarten ist nicht populär. Dabei haben sie sich vom Klischee der unkontrollierten Schlägereien längst befreit. Ausser mit schmerzenden Schienbeinen und blauen Flecken hat Carole Flury den Ring bisher unversehrt verlassen, und dies bestimmt nicht nur deshalb, weil ihre Gegenerinnen harmlos ausgesehen haben.

Fight Night mit Premiere Ladies League

Morgen Samstag findet in der alten Kreuzbleichehalle in St. Gallen die Fight Night mit Kämpferinnen und Kämpfern aus der Schweiz, Italien und Ungarn statt. Auf dem Programm stehen elf Thaibox-Kämpfe, den Abschluss bildet ein Profikampf. Der mehrfache Europameister Thomas Hladky trifft dabei auf den Ungarn Antal Zoltan. Der Luzerner Hladky ist bekannt als Kämpfer der Super League, welche jeweils auf DSF, neu Eurosport, übertragen wird. Erstmals ausgetragen werden in St. Gallen Kämpfe der Ladies League. Diese Liga wurde vor kurzem gegründet und soll sich zum weiblichen Pendant der Super League entwickeln. Die grosse Anzahl Verbände hat dazu geführt, dass das Niveau der Kämpferinnen schwer einschätzbar wurde. Der Name Ladies League soll für Kämpfe mit den wirklich besten Thaiboxerinnen Europas garantieren. (du) 

 

Premiere gelungen

Die Ladies-League-Kämpferinnen überzeugen an der Thaibox-Gala

kampfsport. Der Start zur Ladies League ist gelungen. An der Fight Night in der alten Kreuzbleichehalle zeigten die Thaiboxerinnen Kämpfe auf hohem Niveau.

sabrina dünnenberger

Es lag einiges in der Luft, am späten Samstagabend in der alten Kreuzbleichehalle. Da war der Duft asiatischer Gewürze, der sich mit dem Geruch von Schweiss vermischte und je länger desto stickiger wurde. Das Geräusch aufeinander prallender Knochen, mal laut, mal leise, untermalt mit thailändischer Musik, die man, je später der Abend, nur noch beiläufig wahrnahm. Da war die Konzentration der Kämpfer im Ring, abzulesen in den Augen, welche den Gegner fixierten, unablässig, manchmal gar starrend. Die Mimik der Thaiboxer, hämisches Grinsen, herausforderndes Lachen oder fast keine Regung der Gesichtsmuskeln. Es war alles dabei, was die ordentliche Anzahl Zuschauer an der Fight Night erwarteten: Atmosphäre, Show und Akteure, die bis an ihr Limit gingen.

Ausgeglichen

Das Limit war vor allem im letzten Kampf beim Gegner von Super-League-Kämpfer Thomas Hladky schnell erreicht. Aszales Zoltan - immerhin ungarischer Meister - ging in der zweiten Runde k. o. und so war der Profikampf drei Runden früher zu Ende, als dies dem Publikum gefallen hätte. Obwohl von Betreuern und Zuschauern aufgefordert, weiter zu kämpfen, gab sich Zoltan besiegt - im Wissen seiner Unterlegenheit. Von neun Kämpfen waren es nur deren zwei, welche nicht über die volle Anzahl Runden dauerten, die Nummerngirls und -boys hatten einige Male das steile Treppchen zum Ring in Angriff zu nehmen. Der Vergleich zwischen dem in Rorschach trainierenden Sok Kosol und Gerry Weber hatte der Ringrichter vorzeitig abgebrochen. Den Veranstaltern kann damit ein glückliches Händchen in der Auswahl der Kämpferinnen und Kämpfer attestiert werden. Dies gilt vor allem für die Frauenkämpfe. Erstmals traten in der Ladies League Kämpferinnen gegeneinander an. «Dass diese Kämpfe gleich so spannend verlaufen werden, war zum Voraus nicht mit Sicherheit zu sagen», sagt Rohy Batliwala, gemeinsam mit Gianfranco Manzan Veranstalter der Fight Night. Mit der Ladies League soll Gleiches erreicht werden, wie mit der Super League: Der Name steht für hoch stehende Kämpfe, nur wer sich mit guten Leistungen empfiehlt, kämpft.

Sieg für Flury

Der Ringspeaker gab meist eindeutige Siege bekannt. Dennoch war keine Kämpferin so überlegen, dass der Erfolg nicht hätte hart erkämpft werden müssen. Jede Thaiboxerin zollte Tribut, sei es mit blauen Oberschenkeln, schmerzenden Schienbeinen oder geschwollenen Fussknöcheln. Letzteres machte der Lokalmatadorin Carole Flury nach dem Sieg gegen die Ungarin Patra Buchberger das Laufen schwer. «Wenn mir nicht noch das mit dem Knöchel passiert wäre, hätte ich vergleichsweise wenig Schaden genommen», sagte Carole Flury hinterher. Zum Fototermin und Fernsehinterview ging es nur humpelnd, gestützt von ihrem Trainer Rohy Batliwala. Dort erwartete sie auch die anderen Thaiboxerinnen und -boxer. Und dort lachten sie wieder - keine starrenden Blicke mehr, die Spannung war der Freude gewichen. In wenigen Wochen werden sie erneut antreten, bei thailädischer Musik werden sie wieder die Knochen aneinander

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 16. November 2004

St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 16. November 2004
     

Flury gewinnt EM-Titel   

Spannende Kämpfe an der Fight Night in St. Gallen

Thaiboxen. Die Thaiboxer aus der Region feiern an der Fight Night Erfolge. Sok Kosol aus Kronbühl und die Buchserin Carole Flury gewinnen gar durch K.o.

sabrina dünnenberger

Es war ein Schlag in die Nierengegend, welcher Natacha Jarry in der dritten Runde aufschreien liess, sodass ihr der Zahnschutz aus dem Mund fiel. Carole Flury erkannte gleich, dass ihre Gegnerin kampfunfähig war und begann im Ring zu tänzeln, während die Französin noch an Ort gepflegt werden musste. Die 27-jährige Flury hatte einen weiteren K.o-Sieg errungen und sich damit den WFC-EM-Titel gesichert. «Ich freue mich über den Titel, aber es war kein schöner Kampf», sagte Flury. Als die Französin ihr zu Beginn das Handshake verweigerte und stattdessen gleich gekickt habe, sei sie wütend geworden, «und als ich realisiert habe, dass ich deutlich überlegen bin, wollte ich einfach so schnell wie möglich das K.o. erzwingen», sagte Flury, die auch im K1 und der Superleague erfolgreich kämpft.

Kosol gewinnt durch K.o.

Es war nicht der erste K.o., den die zahlreichen Zuschauer in der alten Kreuzbleiche zu sehen bekamen. Schon zuvor hatte Sok Kosol in der Gewichtsklasse bis 61 kg Arber Rama mit einem Kick an den Hals niedergeschlagen. Bis zu diesem Zeitpunkt in der vierten Runde hatte es nicht allzu gut für Kosol ausgesehen. Der 25-Jährige vom Arena Thai Gym Rorschach war der Schlagkraft des von Azem Maksutaj trainierten Rama teilweise ausgeliefert, ging zweimal zu Boden, ohne jedoch angezählt zu werden. «Ich wusste, dass ich nur noch mit K.o gewinnen kann», sagte Kosol nach dem Kampf. Auch die anderen zwei Kämpfer, welche von Gianfranco Manzan in Rorschach trainiert werden, verliessen den Ring als Sieger. Goekan Kara traf auf Denis Sabotic. Nachdem Kara in der ersten Runde unter Druck geraten war, dominierte er vor allem in der dritten Runde. Sabotic ging dreimal zu Boden, wurde zweimal angezählt und die Richter werteten den Kampf eindeutig 3:0 zu Gunsten Karas. Gleich deutlich siegte Swen Dobler. Gegen Zoran Veselinovic spielte der Rorschacher in seinem ersten Kampf als Halbprofi seine Schlagkraft aus und blieb deutlich überlegen.

WM-Sieg für Hladky

Die Kampfrichter waren sich an diesem Abend immer einig. Von elf Kämpfen endeten acht mit 3:0-Siegen, zwei durch K.o., der Franzose Enguerran Vanquelef warf im Vergleich mit Mitat Tahirsylai das Handtuch. Trotz der teilweise deutlichen Überlegenheit sah das Publikum spannende Kämpfe. So auch beim Höhepunkt, dem WM-Titelkampf zwischen dem Luzerner Thomas Hladky und Rachid Azoughagh. Der französische Meister erwies sich als ausserordentlich zäher Gegner, bot dem K1- und Superleague-Kämpfer Hladky eisern Paroli. Dieser wies aber die bessere Technik aus, traf öfter und härter und gewann den WFC-WM-Titel.