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Carole Flury |
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| St. Galler Tagblatt Sport | Freitag, 9. November 2001 | St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 13. November 2001 | |
Schweizer Meisterschaften im Thai-BoxenMorgen Samstag finden in der Alten Kreuzbleiche in St. Gallen ab 20 Uhr die Schweizer Meisterschaften im Thai-Boxen statt. Höhepunkt ist der Frauen-Kampf. Drei nationale Titelkämpfe stehen morgen
Samstag in der Alten Kreuzbleiche auf dem Programm. Vorerst ermitteln
die Männer in zwei Gewichtsklassen ihre Schweizer Meister und als
Höhepunkt der Veranstaltung trifft die 25-jährige Carol Flury gegen
22.30 Uhr auf die Deutsche Meisterin im Fullcontact-Karate. Die
Hoffnungen von Organisator Franco Manzan ruhen auf Carol Flury. Die
Baslerin studiert an der Universität in St. Gallen Wirtschaft und
trainiert in Manzans Schule, der Arena Thai Gym. «Die Begegnung
zwischen den beiden Frauen wird sicherlich zu einem Höhepunkt», ist
Franco Manzan überzeugt. Flurys erklärtes Ziel ist der
Schweizer-Meister-Titel.
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| St. Galler Tagblatt Sport | Freitag, 19. März 2004 | St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 23. März 2004 | |
«Eine komplette Kämpferin»Die Thaiboxerin Carole Flury bestreitet seit vergangenem Jahr auch Boxkämpfekampfsport. Mit grossem Ehrgeiz und viel Willenskraft hat sich Carole Flury bereits einige Titel erarbeitet. Morgen Samstag steht die mehrfache Schweizer Meisterin im Thai- und Kickboxen an der Fight Night in St. Gallen im Ring. sabrina dünnenberger «Sie sieht harmlos aus», Carole Flury deutet auf das Bild von Petra Buchberger, ihrer Gegnerin an der Fight Night von morgen Abend. Viel mehr weiss die 27-Jährige nicht über die Ungarin. Vom Aussehen darf sich Flury jedoch nicht täuschen lassen. Denn auch sie selbst wirkt nicht bedrohlich. Ihr herzliches Lachen unterstreicht diesen Eindruck. Wenn sie aber in den Ring steigt, dann meist mit Erfolg. 2001 wurde Flury erstmals Schweizer Meisterin im Thaiboxen, gewann den Titel 2002 und 2003 erneut und holte im vergangenen Jahr den Schweizer-Meister-Titel im Kickboxen. Carole Flury ist eine der besten Thaiboxerinnen in der Schweiz und hat sich auch in Europa einen Namen gemacht. Mit dem Training hat die gebürtige Baslerin begonnen, als sie vor rund drei Jahren ihr Studium in St. Gallen aufgenommen hat. Zuvor übte sie andere Kampfsportarten wie Judo, Karate und Jiu Jitsu aus. Ihren ersten Kampf hat sie 2000 in Frankreich nach lediglich drei Monaten Training bestritten - und gewonnen. «Ich trat damals nur als Ersatz für eine ausgefallene Kämpferin an. Die Stimmung in der Halle und der Sieg spornten mich an, weitere Wettkämpfe zu bestreiten», sagt Flury. Der Durchbruch im europäischen Thaibox-Feld gelang Flury 2002. Sie siegte zweimal gegen Silvia Valicelli, die italienische Vorzeige-Kämpferin. «Vor allem der zweite Kampf in Rimini war bedeutend. Damals hatte ich nur drei Stunden geschlafen, weil wir im Stau gestanden hatten», erinnert sich Flury. Männlicher SparringpartnerMittlerweile lebt Carole Flury im Rheintal, arbeitet im Fürstentum Liechtenstein als Wirtschaftsprüferin und trainiert im Wing Thai Gym Buchs - vorwiegend mit männlichen Kollegen. Ihr Sparringpartner ist Sok Kosol, der am Samstag ebenfalls kämpfen wird. Frauen zum Sparring zu finden ist schwierig; Kosol, der sonst in Rorschach trainiert, ist etwa gleich schwer. Trainer Rohy Batliwala attestiert der Kämpferin Willensstärke. «Sie ist eine ausgeglichene, komplette Athletin», sagt er. Daran arbeitet sie hart. Flury trainiert täglich von Montag bis Samstag, vor Wettkämpfen gar zweimal pro Tag. Ziel ProfikämpfeSeit dem vergangenen Jahr bestreitet Flury auch Boxkämpfe. Hier sieht ihre Bilanz - noch - nicht so positiv aus. Erst vor wenigen Wochen bezog sie gegen die Schweizer Nachwuchshoffnung Dina Burger ihre zweite Niederlage. Sie ist überzeugt, dass sie die erst 15- Jährige besiegen kann. «Auch aufgrund ihres Alters habe ich sie wohl unterschätzt.» Flury konzentriert sich vermehrt aufs Boxen, ein Ziel in diesem Jahr sind die Europameisterschaften im Amateurboxen. «Wenn ich einige Titel bei den Amateurinnen gewinnen kann, wird vielleicht ein Profikampf möglich», sagt Flury. Eine Lieblingsgegnerin hat sie bereits im Auge: Regina Halmich. Die Deutsche gehört zu den wenigen Frauen, welche vom Boxsport leben können. «Diese Entwicklung ist erfreulich, vielleicht wird es auch in der Schweiz irgendwann möglich, als Frau Boxprofi zu sein», sagt Batliwala. Hierzulande ist es gar für Männer fast unmöglich, den Profistatus zu erreichen, Sponsoring in Kampfsportarten ist nicht populär. Dabei haben sie sich vom Klischee der unkontrollierten Schlägereien längst befreit. Ausser mit schmerzenden Schienbeinen und blauen Flecken hat Carole Flury den Ring bisher unversehrt verlassen, und dies bestimmt nicht nur deshalb, weil ihre Gegenerinnen harmlos ausgesehen haben. Fight Night mit Premiere Ladies League Morgen Samstag findet in der alten Kreuzbleichehalle in St. Gallen die Fight Night mit Kämpferinnen und Kämpfern aus der Schweiz, Italien und Ungarn statt. Auf dem Programm stehen elf Thaibox-Kämpfe, den Abschluss bildet ein Profikampf. Der mehrfache Europameister Thomas Hladky trifft dabei auf den Ungarn Antal Zoltan. Der Luzerner Hladky ist bekannt als Kämpfer der Super League, welche jeweils auf DSF, neu Eurosport, übertragen wird. Erstmals ausgetragen werden in St. Gallen Kämpfe der Ladies League. Diese Liga wurde vor kurzem gegründet und soll sich zum weiblichen Pendant der Super League entwickeln. Die grosse Anzahl Verbände hat dazu geführt, dass das Niveau der Kämpferinnen schwer einschätzbar wurde. Der Name Ladies League soll für Kämpfe mit den wirklich besten Thaiboxerinnen Europas garantieren. (du) |
Premiere gelungenDie Ladies-League-Kämpferinnen überzeugen an der Thaibox-Galakampfsport. Der Start zur Ladies League ist gelungen. An der Fight Night in der alten Kreuzbleichehalle zeigten die Thaiboxerinnen Kämpfe auf hohem Niveau. sabrina dünnenberger Es lag einiges in der Luft, am späten Samstagabend in der alten Kreuzbleichehalle. Da war der Duft asiatischer Gewürze, der sich mit dem Geruch von Schweiss vermischte und je länger desto stickiger wurde. Das Geräusch aufeinander prallender Knochen, mal laut, mal leise, untermalt mit thailändischer Musik, die man, je später der Abend, nur noch beiläufig wahrnahm. Da war die Konzentration der Kämpfer im Ring, abzulesen in den Augen, welche den Gegner fixierten, unablässig, manchmal gar starrend. Die Mimik der Thaiboxer, hämisches Grinsen, herausforderndes Lachen oder fast keine Regung der Gesichtsmuskeln. Es war alles dabei, was die ordentliche Anzahl Zuschauer an der Fight Night erwarteten: Atmosphäre, Show und Akteure, die bis an ihr Limit gingen. AusgeglichenDas Limit war vor allem im letzten Kampf beim Gegner von Super-League-Kämpfer Thomas Hladky schnell erreicht. Aszales Zoltan - immerhin ungarischer Meister - ging in der zweiten Runde k. o. und so war der Profikampf drei Runden früher zu Ende, als dies dem Publikum gefallen hätte. Obwohl von Betreuern und Zuschauern aufgefordert, weiter zu kämpfen, gab sich Zoltan besiegt - im Wissen seiner Unterlegenheit. Von neun Kämpfen waren es nur deren zwei, welche nicht über die volle Anzahl Runden dauerten, die Nummerngirls und -boys hatten einige Male das steile Treppchen zum Ring in Angriff zu nehmen. Der Vergleich zwischen dem in Rorschach trainierenden Sok Kosol und Gerry Weber hatte der Ringrichter vorzeitig abgebrochen. Den Veranstaltern kann damit ein glückliches Händchen in der Auswahl der Kämpferinnen und Kämpfer attestiert werden. Dies gilt vor allem für die Frauenkämpfe. Erstmals traten in der Ladies League Kämpferinnen gegeneinander an. «Dass diese Kämpfe gleich so spannend verlaufen werden, war zum Voraus nicht mit Sicherheit zu sagen», sagt Rohy Batliwala, gemeinsam mit Gianfranco Manzan Veranstalter der Fight Night. Mit der Ladies League soll Gleiches erreicht werden, wie mit der Super League: Der Name steht für hoch stehende Kämpfe, nur wer sich mit guten Leistungen empfiehlt, kämpft. Sieg für FluryDer Ringspeaker gab meist eindeutige Siege bekannt. Dennoch war keine Kämpferin so überlegen, dass der Erfolg nicht hätte hart erkämpft werden müssen. Jede Thaiboxerin zollte Tribut, sei es mit blauen Oberschenkeln, schmerzenden Schienbeinen oder geschwollenen Fussknöcheln. Letzteres machte der Lokalmatadorin Carole Flury nach dem Sieg gegen die Ungarin Patra Buchberger das Laufen schwer. «Wenn mir nicht noch das mit dem Knöchel passiert wäre, hätte ich vergleichsweise wenig Schaden genommen», sagte Carole Flury hinterher. Zum Fototermin und Fernsehinterview ging es nur humpelnd, gestützt von ihrem Trainer Rohy Batliwala. Dort erwartete sie auch die anderen Thaiboxerinnen und -boxer. Und dort lachten sie wieder - keine starrenden Blicke mehr, die Spannung war der Freude gewichen. In wenigen Wochen werden sie erneut antreten, bei thailädischer Musik werden sie wieder die Knochen aneinander
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| St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 16. November 2004 | St. Galler Tagblatt Sport | Dienstag, 16. November 2004 | |
Flury gewinnt EM-Titel
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